Identität und Burnout  

Warum Veränderung möglich ist

 

 

Viele Menschen denken, dass ihre Identität wie ein Etikette etwas Festes ist,

das man einmal bekommt und dann für immer trägt.

Aber das stimmt nicht!

Deine Identität ist formbar. Sie verändert sich, wenn wir wachsen,

wenn wir Neues lernen oder wenn wir merken, dass etwas in unserem Leben nicht mehr passt.

Gerade in einer Erschöpfungsdepression/Burnout wird das sehr deutlich.

 

 

Was für mich die Identität mit Depression/Burnout zu tun hat:

Ein Burnout entsteht selten nur durch Stress.

Meist passiert er, wenn wir zu lange eine Rolle spielen, die nicht mehr zu uns passt.

 

Innere Überzeugung wie z.B:

  •   immer die/der Starke sein
  •   immer funktionieren
  •   immer Leistung bringen 
  •   100% anzustreben: Leistung/Perfektionismus
  •   immer alles im Griff haben
  •   keine Schwäche zeigen dürfen
  •   immer für andere da sein
  •   immer lieb und angepasst sein

 

Diese Rollen haben uns eine Zeit lang geholfen.

Sie haben uns geschützt und durch schwierige Situationen getragen.

Aber irgendwann werden sie zu eng und unser Körper zeigt uns das mit Erschöpfung.

 

Burnout ist deshalb nicht „Versagen“, sondern ein Signal, dass deine bisherige

Identität nicht mehr stimmt

und du dringend etwas verändern solltest!!!

 

 

Wie Identität entsteht:

Identität entsteht aus drei Bausteinen:

 

1.     Erfahrungen

        Alles, was du erlebt hast – Kindheit, Beziehungen, Erfolge, Krisen.

 

2.     Glaubenssätze

        Was du daraus über dich gelernt hast, z. B:  „Ich muss stark sein“, „Ich darf keine Fehler machen“,

        „Ich muss alles alleine schaffen“.

 

3.     Verhalten

        Entscheidungen und Muster, die du wiederholst, um dieser Identität gerecht zu bleiben      

        Diese „Überlebensidentität“ war wichtig. Aber sie entspricht oft nicht deinem wahren Selbst.

 

 

Was du verändern kannst:

Du kannst deine Identität jederzeit verändern. Nicht, indem du jemand anderes wirst, 

sondern indem du loslässt, was nie wirklich zu dir gehört hat.

 

Das bedeutet: 

  •  du darfst aufhören, alles perfekt zu machen
  •  du darfst Hilfe annehmen
  •  du darfst Pausen machen
  •  du darfst deine Bedürfnisse ernst nehmen
  •  du darfst Grenzen setzen
  •  du darfst neue Seiten an dir entdecken
  •  du darfst Menschen, die dir nicht gut tun oder bremsen ziehen lassen 

 

Veränderung beginnt nicht mit einem grossen Schritt.

Sie beginnt mit einem kleinen Entscheid:

 

 

„Ich muss nicht mehr so leben wie bisher.“

 

 

Warum das wichtig ist:

Wenn du nach oder bei einem Burnout etwas verändern willst, geht es nicht nur darum, 

weniger zu arbeiten oder mehr zu schlafen.

 

Es geht darum, deine Identität sanft zu erneuern:

  •   Wer möchtest du sein?
  •   Was tut dir gut? Menschen/Arbeiten/Umfeld/Wohnraum
  •   Was darf gehen?Menschen/Arbeiten/Umfeld/Wohnraum
  •   Welche Rolle möchtest du nicht mehr spielen?
  •   Welche neue Seiten in dir möchten entstehen? 

 

Burnout zeigt dir, dass dein Leben bisher zu eng war. Veränderung zeigt dir, 

dass wieder Platz für dich entsteht. 

 

 

 

DIE LEBENSENERGIE FLIESST WIEDER ZURÜCK ZU DIR!

 

 

 

Merke dir:

Wenn du spürst, dass dein altes „Ich“ nicht mehr funktioniert, ist das kein Fehler.

Es ist ein Zeichen dafür, dass du innerlich wächst und dass du dir etwas Neues,

Stimmigeres aufbauen darfst.

 

 

 

 

 

    Identität ist kein fester Zustand.

   Identität ist ein Prozess.

   Du darfst Deine Identität jeden Tag neu wählen!